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Wieso sollten wir müssen, wenn im Wollen Kraft und Freiheit liegen?

Beschreibung: 

Unsere Sprache ist geprägt von Befehlsbegriffen, die Gehorsam oder Rebellion erzeugen. Gerade auch der Unterricht ist – häufig unbewusst – voll davon. „Ihr müsst nun dieses Blatt lösen.“, „Wenn du jetzt nicht xy machst, dann musst du länger bleiben.“ usw.

In dieser Weiterbildungseinheit setzen wir uns mit unserer Sprache auseinander, die tiefe gesellschaftliche Prägungen aufweist. In der Regel wenden wir befehlende, einengende, kontraproduktive Begriffe und Phrasen automatisch und unbewusst an. Im Workshop beginnen wir, solche Sprachmuster aufzudecken und üben in der Folge, Sprache bewusster, achtsamer und im Unterricht gezielter einzusetzen.

Mit Hilfe von Prinzipien aus der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg, den Erkenntnissen von Cornelia Schinzilarz (Gerechtes Sprechen) und unter Einbezug von neurowissenschaftlichen Thesen üben wir im Gespräch und Rollenspiel neue Sprachmuster. Wir entdecken am eigenen Leib, wie Sprache öffnend und einladend oder schliessend wirkt. Die Aussage „Ich muss jetzt aufstehen.“ wirkt zum Beispiel anders als die Aussage „Ich will jetzt aufstehen.“

Zwischen den Weiterbildungsteilen haben Sie Gelegenheit, das Gelernte auszuprobieren und sowohl Erfolge wie auch gewohnte Sprachmuster zu beobachten. 

Im zweiten Block wird das neu Erarbeitete basierend auf den eigenen Erfahrungen und dem Erprobten besprochen, vertieft und erweitert. Dem Austausch wird genügend Raum gegeben.

Format: 

2 Mittwochnachmittage je ca. 2.5 bis 3h Mittwochnachmittag von 14-16.45 Uhr, inkl. Pause von 15-30 Minuten nach Bedarf

Daten: 

Mi, 17. März und Mi, 14. April

Ort: Zürich

Kosten: CHF 260.-

Anmeldung: cathrin.kaufmann@hfab.ch