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Situative Didaktik heisst, gute Planung im Voraus mit Agilität aus dem Moment heraus vor Ort geschickt zu kombinieren. Manchmal auch: Ohne vorgefasste Planung, aber mit guter Vorbereitung, zu starten. Denn: Leidenschaft kommt auf, wenn Eigendynamik entstehen darf. Lernende werden insbesondere dann eigenmotiviert aktiv, wenn ihre Beiträge auf Augenhöhe ernst genommen werden – also den gemeinsamen Prozess mitprägen.

Überraschendes, Unvorhergesehenes zuzulassen, ja sogar auf ein gegebenes Ziel hin fruchtbar zu machen, verlangt von Lehrenden einiges und ruft nach einer plausiblen theoretischen und praktischen Beschäftigung mit Fragen wie: Was spricht dafür, als lehrende Person situativ zu handeln? Was braucht es, um dynamisch und zielführend mit der Balance von Planung und Ungeplantem umzugehen? Worauf basiert jetzt Sicherheit, die vorher die Planung (scheinbar?) gegeben hat? An welche pädagogischen Theorien und Ansätze kann man anschliessen? Welche erziehungswissenschaftlichen Forschungsresultate sind relevant? Wie kann man agile Didaktik konkret lernen und üben?

Diese Weiterbildung geht von den konkreten Fragen der Teilnehmenden aus. Theorien und Konzepte werden eingebracht als Übersichtswissen und als „Zulieferbeispiele“ für konkrete Problemlösungen.